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Warmes Wohnzimmer in einem Einfamilienhaus, das mit einer Wärmepumpe beheizt wird
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Wärmepumpe als Heizung: warm, sparsam und ohne Öl oder Gas

Wie heizt es sich mit einer Wärmepumpe im Alltag? Hier erfahren Sie, welche Wärmepumpenheizung zu Ihrem Haus passt, was sie kostet, wie sie mit Fußbodenheizung und Warmwasser zusammenspielt und ob sie im Sommer auch kühlen kann. Auf Wunsch melden sich bis zu drei Betriebe aus Ihrer Gegend.

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So funktioniert es

Heizen mit Wärmepumpe: das Prinzip

Eine Wärmepumpenheizung holt Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser, hebt sie mit Strom auf ein nutzbares Temperaturniveau und gibt sie an Heizkörper oder Fußbodenheizung ab. Aus einer Kilowattstunde Strom werden dabei mehrere Kilowattstunden Wärme.

Wärme aufnehmen

Ein Kältemittel verdampft schon bei niedrigen Temperaturen und nimmt dabei Wärme aus der Umgebung auf.

Verdichten

Ein elektrisch angetriebener Verdichter presst den Dampf zusammen, dadurch steigt seine Temperatur.

Wärme abgeben

Über einen Wärmetauscher geht die Wärme an das Heizwasser und damit in Räume und Warmwasserspeicher.

Entspannen

Das Kältemittel kühlt über ein Ventil wieder ab und der Kreislauf beginnt von vorn.

In Österreich wurden 2024 laut Marktstatistik 45.872 Heizungs-Wärmepumpen verkauft, Ende 2024 waren insgesamt 536.963 Wärmepumpen in Betrieb.

Systeme

Welche Wärmepumpenheizung passt zu Ihrem Haus?

Drei Wärmequellen stehen zur Wahl. Die Gerätepreise laut Bosch Österreich gelten ohne Installation und Erschließung.

SystemGerätepreis ohne Einbau
Luft-Wasser, Split€ 14.000 bis 15.000
Luft-Wasser, Monoblock€ 18.000 bis 19.000
Erdwärme (Sonde oder Kollektor)ca. € 18.000
Wasser-Wasser (Grundwasser)€ 19.000 bis 20.000

Richtwerte von Bosch Österreich, Stand Oktober 2026. Luft-Wasser kommt ohne Bohrung aus. Erdwärme und Grundwasser erreichen laut klimaaktiv höhere Jahresarbeitszahlen, brauchen aber eine Erschließung und ein wasserrechtliches Verfahren.

Ratgeber

Heizung mit Wärmepumpe: alle Themen

Vom Preis bis zum kühlen Schlafzimmer im Juli: Die wichtigsten Fragen zur Wärmepumpe als Heizung.

Kosten

Anschaffung, Einbau, Strom und Förderung: was eine Wärmepumpenheizung über die Jahre kostet.

Wärmepumpe Heizung Kosten
Im Alltag

Wärmepumpenheizung im Alltag: was anders ist

Wer von Öl oder Gas kommt, muss sich an ein paar Dinge gewöhnen. Keine davon ist kompliziert, aber sie entscheiden darüber, ob die Wärmepumpe sparsam läuft.

Gleichmäßig statt stoßweise

Ein Kessel heizt schnell mit hoher Temperatur auf. Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten, wenn sie lange mit niedriger Vorlauftemperatur läuft. Starke Nachtabsenkungen, die morgens mit voller Leistung ausgeglichen werden müssen, bringen deshalb meist wenig. Lassen Sie sich vom Fachbetrieb eine passende Einstellung empfehlen.

Die Vorlauftemperatur entscheidet

klimaaktiv nennt als Faustregel: Gut geeignet ist eine Wärmepumpe, wenn das Haus selbst am kältesten Tag mit höchstens 55 °C Vorlauf warm wird. Je niedriger, desto besser. Mit einer Fußbodenheizung kommen viele Häuser mit deutlich weniger aus. Eine Jahresarbeitszahl von 4 statt 3 senkt laut klimaaktiv die Stromkosten um etwa ein Viertel.

Strom und Tarif

Für Haushaltsstrom nennt ein Vergleichsportal für 2026 brutto rund 21 bis 25 ct pro kWh, abhängig von Tarif und Bundesland. Ein eigener Zähler für die Wärmepumpe ermöglicht einen eigenen Tarif, kostet laut Bosch Österreich aber rund € 90 im Jahr zusätzlich. Ob sich das rechnet, hängt vom Angebot Ihres Versorgers ab.

Warmwasser mitdenken

Eine Wärmepumpenheizung kann auch das Warmwasser bereiten, in der Regel über einen Speicher. Wie Sie Temperaturen sinnvoll einstellen, steht unter Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser.

Förderung

Förderung für die Heizung mit Wärmepumpe

Wer eine Öl-, Gas- oder Kohleheizung oder eine Stromdirektheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, bekommt in der Neuauflage Kesseltausch € 5.000 vom Bund. Registrieren können Sie sich von 2. November bis 31. Dezember 2026. Stand Oktober 2026.

Wer neu bohrt oder einen Brunnen schlägt, erhält zusätzlich einen Bohrbonus von € 5.000; Solarthermie ab 6 m² bringt weitere € 2.500. Förderfähig sind die Bauarten Luft-Wasser, Sole-Wasser und Wasser-Wasser, wenn sie über Heizwasser verteilen und mit maximal 55 °C Vorlauf auskommen. Die Runde 2027 soll am 4. Jänner 2027 starten, dann mit Antrag vor der Umsetzung. Landesförderungen kommen je nach Bundesland dazu.

Verlegte Fußbodenheizung als Wärmeverteilung für eine Wärmepumpenheizung
Wassergeführte Wärmeverteilung ist Voraussetzung für die Bundesförderung.
Ablauf

In vier Schritten zur neuen Heizung

Sie beschreiben Ihr Haus, Fachbetriebe aus Ihrer Region melden sich. Entscheiden tun Sie.

Haus beschreiben

Gebäudetyp, Baujahr, Wohnfläche, bisherige Heizung und Wärmeabgabe angeben.

Bis zu 3 Fachbetriebe

Ihre Anfrage geht mit Ihrem Einverständnis an passende Betriebe in Ihrer Region.

Termin vor Ort

Heizlast, Heizkörper oder Fußbodenheizung und Aufstellplatz werden geprüft.

Vergleichen und entscheiden

System, Vorlauftemperatur, Effizienz, Preis und Förderfähigkeit nebeneinanderlegen.

FAQ

Häufige Fragen zur Wärmepumpe als Heizung

Kann man mit einer Wärmepumpe auch kühlen?

Viele Wärmepumpen können im Sommer kühlen, wenn sie dafür ausgelegt sind. Luft-Wasser-Geräte arbeiten dann umgekehrt, Erdwärmeanlagen können die kühle Sole sogar ohne Verdichter nutzen. Wie stark gekühlt werden kann, hängt vor allem von Fußbodenheizung oder Gebläsekonvektoren ab. Mehr dazu unter Wärmepumpe kühlen.

Welche Heizung, wenn eine Wärmepumpe nicht möglich ist?

Häufige Alternativen sind ein Fernwärmeanschluss, wo ein Netz in der Nähe liegt, oder eine Holz- bzw. Pelletsheizung. Auch diese fördert der Bund beim Kesseltausch: laut Presseaussendung vom Oktober 2026 mit € 4.000 für Fernwärme und € 6.000 für Holzheizungen. Oft lohnt aber eine zweite Meinung, denn mit Dämmung oder neuen Heizkörpern wird die Wärmepumpe in vielen Häusern doch möglich.

Was kostet eine Wärmepumpen-Heizung?

Als Orientierung: Eine Luft-Wasser-Anlage liegt laut Klima- und Energiefonds bei etwa € 23.000, Bosch Österreich gibt für Einfamilienhäuser eine Bandbreite von € 20.000 bis 40.000 samt Montage an. Ersetzt die Wärmepumpe Öl, Gas oder Kohle, reduziert die Bundespauschale von € 5.000 den Betrag (Stand Oktober 2026).

Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe?

Das hängt vom Wärmebedarf und der Effizienz ab. In einem Rechenbeispiel von Bosch Österreich braucht ein Altbau mit 20.000 kWh Wärmebedarf mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe rund 5.700 kWh Strom im Jahr, ein Neubau mit 10.000 kWh rund 2.900 kWh. Je höher die Jahresarbeitszahl, desto weniger Strom.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe im Winter?

Auch kalte Luft enthält Wärme, die das Kältemittel aufnehmen kann. Bei Frost sinkt aber die Effizienz: In einem Datenblatt-Beispiel liefert ein Gerät bei minus 7 °C und 55 °C Vorlauf das 2,48-Fache der eingesetzten Strommenge als Wärme. Ist die Anlage passend dimensioniert, muss der eingebaute Heizstab nur an wenigen sehr kalten Tagen aushelfen.

Was kostet die Anfrage über WärmepumpeHeizung.at?

Nichts. Sie beschreiben Ihr Haus, und mit Ihrem Einverständnis bekommen höchstens drei Betriebe die Anfrage. Ob Sie ein Angebot annehmen, entscheiden Sie allein. Wir sind ein Vermittlungsservice und bauen selbst keine Heizungen ein.

Ihre Heizung mit Wärmepumpe planen

Beschreiben Sie Haus und bisherige Heizung. Danach schicken Ihnen bis zu drei Betriebe aus der Region ein Angebot. Kostenlos und unverbindlich.

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